Zeughaus Wismar
Ausstellungsbeschreibung

Ausstellungseröffnung am 11. April 2009
Erwin Filter – ein Wanderer zwischen den Welten
Am 11. April (18 Uhr) eröffnet das Stralsunder Kulturhistorische Museum im Katharinenkloster eine Sonderausstellung, die dem Maler Erwin Filter gewidmet ist. Dass diese Ausstellung in der Hansestadt zustande kam, ist zum einen der Kunsthistorikerin Dr. Juliane von Fircks zu danken, aber insbesondere auch der Tochter des Künstlers - Katharina von Bismarck. Das Werk ihres Vaters dem Vergessen zu entreißen und heutigen Kunstinteressierten zugänglich zu machen, steht für die Wiesbadenerin im Vordergrund ihres Engagements.
Erwin Filter kam 1904 in Stettin als Kind einer wohl situierten Familie auf die Welt. Den Wunsch, einmal Maler zu werden, hegte er schon frühzeitig. Doch nach Abschluss der Volksschule fügte er sich vorerst dem Willen der Eltern und begann eine Mechanikerlehre. Durch heimliche Besuche der Stettiner Kunstschule begann er seine Träume der Wirklichkeit näher zu bringen. Ein an die Lehre anschließendes Studium in der Fachklasse für dekorative Malerei und einige Wettbewerbspreise bewiesen, dass der junge Mann mehr als talentiert war. Erste Einzelausstellungen mit Filters Arbeiten waren ein voller Erfolg und ermutigten ihn auf seinem Weg. In der Nachkriegszeit wandte er bevorzugt die Technik der Aquarellmalerei an.
In den 50er Jahren schloss sich Erwin Filter der noch jungen Künstlervereinigung „Gruppe 50“ an und begann konsequent eine neue Linie zu verfolgen – er wandte sich mehr und mehr von der Gegenstandsbezogenheit ab und verschrieb sich der Moderne. Seine Verbundenheit gegenüber dem Informell kristallisierte sich besonders in den 60er Jahren heraus. Seine Malerei „gewann noch einmal entscheidend an Klarheit und Ausdruckskraft“. Aber auch seine Sehnsucht nach Ruhe und Zurückgezogenheit nahm wieder zu. Die letzten Lebensjahre, bis zu seinem Tod 1987, verbrachte er mit seiner Frau in Kempten im Allgäu.

