Meldung vom 08.06.2018

Ausstellung im Europäischen Kulturerbejahr: „Erbe gelebt – zu Hause im Welterbe“

Schülerinnen und Schüler des Hansa-Gymnasiums Stralsund präsentieren Projektarbeiten von ihrer Entdeckungsreise durch das historische und heutige Stralsund. Die von den Jugendlichen selbst gestalteten Exponate sind vom 7. Juni 2018 bis zum Tag des Offenen Denkmals am 9. September 2018 in einer großen Ausstellung in der Kulturkirche St. Jakobi Stralsund zu besichtigen. Der Eintritt ist frei.

Im Rahmen des Europäischen Kulturerbejahres – Sharing Heritage 2018 – beschäftigten sich Schüler und Schülerinnen des Hansa-Gymnasiums Stralsund mit dem reichen, kulturellen Erbe ihrer Heimatstadt. Durch Bildungsangebote des Landesamtes für Kultur und Denkmalpflege Mecklenburg-Vorpommern sowie dank der Projektbeteiligung der Hansestadt Stralsund und der Stadterneuerungsgesellschaft Stralsund mbH wurden die Jugendlichen inhaltlich begleitet und unterstützt.

Die Schüler und Schülerinnen entdeckten Stralsund auf vielfältige Weise neu. Neben der historischen Entwicklung beschäftigten sich die Jugendlichen auch mit dem europäischen Kontext von Stralsund in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Verschiedene Themenkomplexe ermöglichten den Schülern und Schülerinnen ungewöhnliche Einblicke in die Arbeit am Kulturerbe und die kritische Auseinandersetzung mit den Fragen des Erhalts, der weiteren Gestaltung und der Bedeutung unseres Erbes.

In dem Leitthema "Austausch und Bewegung – Stralsund in Europa, das Meer als Verbindungsweg" erkundeten die Schüler und Schülerinnen die Geschichte und die Bedeutung der Welterbestadt Stralsund. Diese sind eng verbunden mit ihrer Lage am Meer. Die Ostsee ist noch heute der Verbindungsweg zum baltischen Europa. Stralsund gehörte über 200 Jahre zu Schweden. Der Verbund der Hanse, ihre Handelswege und deren Einflüsse auf Stralsund bildeten einen Teil der Entdeckungsreise der Jugendlichen durch Stralsund. Exkursionen innerhalb Stralsunds sowie in das Europäische Hansemuseum in Lübeck veranschaulichten die praktische Arbeit am Kulturerbe sowie die Entwicklung der Sprachen und die Gemeinsamkeiten weiterer europäischer Hansestädte im baltischen Raum.

Der Klimaschutz im Kulturerbe wurde in der Projektarbeit durch die Erkundung der Energiequellen der Hansestadt Stralsund thematisiert. In dem Leitthema "Grenz- und Kulturlandschaften – Denkmal und Energie" diskutierten Schülergruppen Möglichkeiten und Grenzen, Widersprüche und Synergien. An einem Schaumodell zeigen die Schüler- und Schülerinnen, welche Energiequellen die Welterbestadt Stralsund für ihr tägliches Leben in Anspruch nimmt.

Für den Themenschwerpunkt "Erbe gelebt" entwickelten die Schüler und Schülerinnen eigene Gestaltungsideen, nutzten ihre Kreativität, um Exponate zu erstellen, die im Interesse des Kulturerbeschutzes stehen. Die Kontinuität der kulturellen Nutzung von Denkmalen in Stralsund von 1234 bis in die Gegenwart inspirierte die Jugendlichen zu verschiedenen Plakaten, Collagen, Modellen und künstlerischen Arbeiten.
Fragen, wie:
Wie lebt es sich im Kulturerbe und was hat sich an der Nutzung der Denkmale verändert?
Welche Bedeutung haben die zahlreichen Veränderungen verschiedener Epochen?
Was macht den Wert unseres Erbes aus?
Was bedeutet uns der Erhalt?
Wie kann ich dieses Erbe nutzen?
finden sich in den Exponaten wieder.

Text: Landesamt für Kultur und Denkmalpflege